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Seit ich angefangen habe, mich mit bildender Kunst auseinanderzusetzen, habe ich mich progressiv und immer weiter von Objektbildung entfernt.

In meinen Performances ging es mehrheitlich um Kontrolle, oder deren Verlust. Oft erzählte ich ohne Worte und mit Gesang. Denn Gesang ist für mich ein peinlicher Akt, der emotionell stark an meinen Kindheitstraum, eine Opernsängerin zu werden so wie mein Vater, gebunden ist. Ich habe eine viel zu tiefe Stimme. Das performen erlaubt mir die Bedeutung der Bühne zu hinterfragen, zu verschieben, aufzubrechen.

Ich lese auch gerne vor. Ich lese vor, weil ich eigentlich vor allem schreibe. Ich erzähle Geschichten zwischen Autobiografie und Fiktion. Zwischen Traum und Trauma, Erinnerung.

Die letzten Jahre führten dazu, dass ich mich immer mehr dem Schreiben zuwende. Gerade habe ich angefangen mein erstes richtiges Buch zu schreiben. Das hat jetzt Priorität. Denn ich hoffe es wird gut.